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Medizinische Hypnose

Heilen mit Hypnose

Montag, 30. Januar 2006 Uhr

Fast jeder hat schon davon gehört, aber die wenigsten wissen, was Hypnose wirklich ist. Der schlafähnliche Bewusstseinszustand mit erhöhter Beeinflussbarkeit wird auch in der Medizin eingesetzt. Besonders in der Psychiatrie und in der Schmerzbehandlung wird von erstaunlichen Erfolgen mit der Methode berichtet, die Ärzte als Zusatzausbildung erlernen können.

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Heilen mit Hypnose

Beim Wort Hypnose denken die meisten Leute an Bühnenshows: Willenlose Menschen tun ohne Selbstkontrolle seltsame Dinge zur Erheiterung des Publikums.

Medizinische Hypnose
Hypnose für medizinische Zwecke ist etwas anderes. Sie wird eingesetzt als Therapie bei körperlichen und seelischen Problemen, gewissermassen als Brücke zwischen Körper und Seele.

Ein altes Heilverfahren
Hypnose ist ein altes Heilverfahren, das schon den Sumerern und Ägyptern bekannt war. Paracelsus (1494-1541) empfahl Hypnosebehandlung vor allem für Nervenerkrankungen.
Die moderne medizinische Hypnose wird in der Regel in Kombination mit anderen Verfahren aus der Psychotherapie, Medizin und Zahnmedizin angewendet. Sie ist keine eigenständige Therapie, die Krankheiten wegzaubern kann.

Anwendungsgebiete
Hypnose wirkt gut bei Störungen wie Schmerzen, Angst, Asthma, Rheuma, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Magenbeschwerden oder bei sexuellen Problemen. In der Suchtbehandlung gelingen Erfolge hauptsächlich beim Rauchen, in der Krebstherapie eignet sie sich zur psychischen Bewältigung der Krankheit und Linderung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie. In der Chirurgie nutzen Narkoseärzte die Hypnose als Möglichkeit, negative Vorstellungen „umzupolen“, um so den Stress und auch das Schmerzempfinden zu verringern. Auch bei Zahnbehandlungen ist Hypnose eine gute Hilfe.

Ablauf und Dauer
Hypnose ist eine Form der Kommunikation – der hypnotische Zustand wird durch verschiedene Sprech- und Verhaltensweisen herbeigeführt. In der Trance tritt das bewusste Denken etwas zurück, man ist offener für neue Wahrnehmungs-, Gefühls- und Handlungsmuster.
Die Hypnose kann nur innerhalb der persönlichen Fähigkeiten und Grenzen einer Person wirksam sein. Die aktive Mitarbeit des Klienten/der Klientin ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie.
Eine einzelne Behandlung dauert je nach Anwendungsgebiet wenige Minuten bis anderthalb Stunden.

Wer eignet sich?
Nicht alle Menschen sind hypnosefähig. Man sagt, etwa zehn Prozent der Bevölkerung hätten eine sehr grosse, ebenso viele eine sehr geringe Hypnosefähigkeit. Wichtig ist das Vertrauen in den Hypnosetherapeuten.

Wer wendet Hypnose an?
Medizinische Hypnose gehört in die Hände von ausgebildeten Fachleuten. In der Schweiz gibt es zwei anerkannte Hypnosegesellschaften: Die Schweizerische Ärztegesellschaft für Hypnose und die Gesellschaft für klinische Hypnose Schweiz. Die Mitglieder sind fachlich qualifizierte Ärzte und Zahnärzte mit einer entsprechenden Zusatzausbildung.

Buchempfehlung:
Bärbel und Walter Bongartz: “Hypnose: Wie sie wirkt und wem sie hilft”. RoRoRo-Sachbuch 9133.

Links:
www.smsh.ch
www.hypnos.ch

Expertinnen und Experten im Beitrag:
Dr. med. Didier Naon
Narkosearzt
Spital Schwyz
Waldeggstr. 10
6430 Schwyz

Dr. med. Anne-Catherine Kaiser
Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Alte Landstr. 130
8800 Thalwil
Telefon: 044 720 22 01

Dr. med. Peter Eckenfels
Arzt für Allgemeinmedizin
Praxis Oberdorf
Hauptstr. 112
4313 Möhlin
Telefon: 061 855 98 55

Dr. med. Susan Balogh
Schmerztherapeutin
Paraplegiker Zentrum
Schmerzklinik
6207 Nottwil

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