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Hippotherapie

Hippotherapie

Montag, 6. April 2009 Uhr

Reiten als Therapie bei Muskel- und Nervenerkrankungen: mit seinen rhythmischen, dreidimensionalen Bewegungen kann Reiten die verkrampfte Muskulatur lockern und hilft, Schwierigkeiten mit dem Gleichgeweicht im Rumpf zu überwinden. Auch im Paraplegikerzentrum in Nottwil wird deshalb vermehrt auf die Hippotherapie gesetzt.
 

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Hippotherapie - Pferde als Therapiehilfen bei Querschnittsgelähmten

Hippos bedeutet im Griechischen Pferd. Hippotherapie ist demzufolge Physiotherapie auf dem Rücken eines Pferdes. Meistens werden für die Hippotherapie Kleinpferde, wie zum Beispiel Islandpferde, eingesetzt. Der Patient sitzt während der Therapie locker auf dem Pferderücken und wirkt nicht aktiv auf den Vierbeiner ein. Das Pferd wird im Schritt geführt und der Patient wird von einem Physiotherapeuten vom Boden aus betreut und wenn nötig gestützt.

Krampflösende Effekte
Die Bewegung des Pferdes überträgt sich auf den Rumpf des Patienten und lockert und entspannt die Muskulatur. Gerade bei Querschnittgelähmten werden dabei störende Zuckungen und Verkrampfungen gelöst und reduziert. Ebenfalls eine sehr positive Wirkung der Hippotherapie konnte bei Patienten mit Multipler Sklerose in Studien nachgewiesen werden. Auch der Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit werden während dem Schrittgehen auf dem Pferd gefordert.

In Nottwil Tradition
Im Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil wird die Hippotherapie seit 1994 auf dem Gutsbetrieb Eyhof durchgeführt. Sie ist Bestandteil des Rehabilitations-Programms vieler Patienten.
2007 konnte eine eigens durchgeführte Studie zeigen, dass das Pferd als „Therapiegerät“ im Vergleich mit anderen Geräten eine deutliche Verbesserung der Spastizität erreichen konnte.

Anerkannte Hippotherapie-K
Die in der Schweiz von den Krankenkassen und der Eidgenössischen Invalidenversicherung anerkannte Therapiemethode wird als "Hippotherapie-K“, kurz HTK, bezeichnet. Das „K“ steht dabei für Ursula Künzle, die diese Form der Pferdetherapie entwickelt hat. Diese Therapie wird wie jede andere Form der Physiotherapie vom Arzt verordnet und von Physiotherapeuten mit einer Zusatzausbildung in Hippotherapie durchgeführt. Die Kosten der Therapie werden bei Multipler Sklerose von den Krankenkassen, bei Cerebralparesen bis zum 20igsten Lebensjahr von der IV übernommen.

Links
Schweizer Paraplegiker Zentrum
http://www.paranet.ch/sw15452.asp

Schweizer Gruppe für Hippotherapie-K
http://www.hippotherapie-k.org/

Stiftung Hippotherapie Zentrum Basel
http://www.hippotherapie-zentrum.ch

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