Gesundheitsthemen
Alkoholkonsum
Wie gefährlich ist Alkohol?
Rund 80 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz konsumieren Alkohol - meist massvoll und ohne Probleme. Doch oft liegt nur ein schmaler Grat zwischen Genuss und Sucht. Viele Schweizer und Schweizerinnen konsumieren Alkohol auf eine Art und Weise, mit der sie sich gesundheitlich schaden. Oft ist Alkohol die Ursache von Krankheiten, Unfällen und menschlichem Leid. Auf Alkohol verzichten will aber kaum jemand.
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- Sucht Info Schweiz
- Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme (ZFA)
- Selbsttest zum Alkoholkonsum
- Alkohol und Gesundheitsschäden - Interaktives Körpermodell des BAG
- Sterblichkeit infolge Alkoholkonsum
- Alkohol und Kalorien
- Alkohol-pro-Kopf-Konsum im internationalen Vergleich
- Die Zwiespältigkeit zwischen Genuss und Gefahr
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Nach einem Arbeitstag ein kühles Bier, zum Essen ein Gläschen Wein, mit Champagner auf jemanden anstossen, ein Schnäpschen vor dem Schlafengehen: Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Unter Freunden, im Sportverein, an Anlässen, zu Hause. Alkohol wird überall und legitim konsumiert.
Gemäss Publikationen von Sucht Info Schweiz trinkt 80 Prozent der in der Schweiz lebenden Bevölkerung Alkohol. Viele trinken dabei mehr als ihnen gut tut. Die Grenze zwischen einem vertretbaren und einem risikoreichen Alkoholkonsum festlegen zu wollen, ist allerdings ein schwieriges Unterfangen. Gemäss den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO erhöht ein durchschnittlicher Tageskonsum von mehr als 20 Gramm reinen Alkohols (= 2 Standardgläser) für eine Frau deutlich die Risiken für ihre Gesundheit; beim Mann sind es mehr als 40 Gramm.
Als risikoarmer Konsum gilt:
- Männer: Nicht mehr als 2 Standardgläser pro Tag.
- Frauen: Nicht mehr als 1 Standardglas pro Tag.
Unter einem Standardglas versteht man die normalerweise in einem Restaurant ausgeschenkte Alkoholmenge (1 Gläschen Schnaps = 1 Glas Wein = 1 Stange Bier). Wer mehr trinkt gefährdet diverse Organe des Körpers.
Schädigungen von Organen durch übermässigen Alkoholkonsum
• Gehirn: Schwere Hirnschädenbis hin zum Verfall geistiger Fähigkeiten. Dies ist auf die Wirkung des Alkohols selber zurückzuführen, aber auch auf die Mangelernährung, unter der schwer alkoholabhängige Menschen oft leiden.
• Immunsystem: Dauerhafter Alkoholkonsum in grösseren Mengen schwächt das Immunsystem. Dafür ist die Wirkung des Alkohols verantwortlich, zusammen mit der Fehlernährung und dem gesteigerten Verlust von Vitaminen und Spurenelementen, der mit Alkoholkonsum einhergeht.
• Leber: Verfettung und Verhärtung der Leber, die schliesslich in einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) mündet.
• Bauchspeicheldrüse: Akute und chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse.
• Magen und Darm: Geschwüre und Blutungen im Magen und Dünndarm. Diese verschlechtern die Abwehr gegen Bakterien und ihre Gifte. Personen mit chronischem Alkoholmissbrauch erleiden deshalb häufig Bakterienvergiftungen, die wiederum eine wichtige Rolle bei alkoholbedingten Schäden an den Organen spielen.
Alkohol und Krebs
Ein Zusammenhang zwischen Krebs und notorischem Alkoholkonsum ist seit langem nachgewiesen. Alkohol kann bestimmte Formen von Krebs erzeugen und die Entstehung anderer Formen begünstigen, zum Beispiel in der Speiseröhre, der Mundhöhle, im Magen und Darm, der Leber und der Brust. Noch nicht vollständig geklärt ist, welche Vorgänge im Körper für diesen Zusammenhang verantwortlich sind. Tests im Reagenzglas und Tierversuche zeigen, dass Alkohol Zellen schädigt, zum Beispiel in der Darmschleimhaut und der Speiseröhre. Ausserdem erhöht Alkohol das Krebsrisiko, weil er bestimmte Stoffwechselprozesse im Körper stört.
Beträchtlich vergrössert wird das Krebsrisiko durch zusätzliches Rauchen.
Experte im Beitrag:
Dr. Oernulf Arneberg
Oberarzt Klinik Südhang
http://www.suedhang.ch
Expertin im Studio:
Irene Abderhalden
Leiterin Abteilung Prävention von Sucht Info Schweiz
http://www.sucht-info.ch
Experten im Chat:
Irene Abderhalden
Stephan Germundson
Psychotherapeut
Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme (ZFA)
http://www.zfa.ch
Experten am Telefon:
Renate Gasser
Psychologin
http://www.zfa.ch
Dan Ernst Mühlemann
Sozialarbeiter
http://www.zfa.ch
Barbara Willimann
Geschäftsführerin Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme (ZFA)
http://www.zfa.ch










