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Gesundheitsthemen

Der lange Weg zum normalen Gesicht (3/3)

Ein Lachen und ein besonderer Brief für Gianluca

Philipp Flury
Montag, 30. Januar 2012 Uhr

Vor 18 Jahren kam Gianluca Itri mit einer schrecklichen Missbildung des Gesichts zur Welt. Nicht nur er hatte darunter zu leiden, auch seine Familie. Unzählige Operationen konnten ihm helfen. «Puls» zeichnet seine Geschichte auf, besucht seine Familie, verfolgt die letzte Operation und zeigt im dritten Teil der Serie, wie es Gianluca einige Wochen nach dem Eingriff geht.

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Nach der grossen OP: Ein Lachen und ein besonderer Brief für Gianluca

Die Operation an Gianlucas Ober- und Unterkiefer und Gesicht war kompliziert und dauerte fast 17 Stunden. Sie forderte vom Operationsteam unter Prof. Hermann Sailer Können, Erfahrung, Kreativität und Durchhaltevermögen. So waren alle froh, als alles vorbei war und das Team im OP das erreicht hatte, was es wollte: Gianlucas Gesicht verbessern und ihm dadurch mehr Selbstvertrauen geben.

Die vielen Operationen und Jahre haben die Familie Itri - Mutter Orazia, Vater Stefano, Bruder Matteo, Gianluca - und den Chirurgen Hermann Sailer miteinander freundschaftlich verbunden. Deshalb auch das gegenseitige Vertrauen. Es hat sich gelohnt: Der intelligente Gianluca sieht besser aus. Vor allem aber kann er jetzt das, was ihm bis anhin verwehrt war: lächeln. Bis zur grossen Operation konnte er nicht richtig zubeissen, ebenso Freude durch Lachen nicht kommunizieren, höchstens durch das Funkeln seiner Augen.

Noch stehen kleine Korrekturen an: Etwa das Erhöhen des linken Augenlids oder die Rundung seiner Lippen. Gianluca ist bis jetzt sehr zufrieden und freut sich, dass er sich nun wieder auf sein letztes Lehrjahr als Logistiker konzentrieren kann, um eine gute LAP (Lehrabschluss-Prüfung) zu machen. Später möchte er die BMS (Berufsmittelschule) machen. Der Junge ist willensstark und zieht durch, was er will - was ihm gut bekommt.

Der FCZ gratuliert dem grossen Fussball-Fan

Seit seiner Kindheit ist Fussball Gianlucas Leidenschaft, passiv und aktiv. Die beiden ersten «Puls»-Beiträge über ihn haben grosse Sympathiewellen ausgelöst - auch in Fussballkreisen. Ernst Graf, Leiter der FCZ Academy, hat ihm gar mit einem Brief gratuliert und unter anderem erwähnt: «Deine positive und kämpferische Einstellung würde vielen von unseren jungen Fussballern gut anstehen. Du hast uns sehr beeindruckt.» Gianluca erhielt als Geschenk ein Fussballtrikot des FC Zürich.

Natürlich hat Gianluca den Brief mit dem Handy fotografiert und auf Facebook geteilt. Wie man es eben als junger Mensch so macht.

Bild Gianlucas ganzer Stolz: Das vom FCZ geschenkte Fussballtrikot mit seinem Namen
Gianlucas ganzer Stolz: Das vom FCZ geschenkte Fussballtrikot mit seinem Namen

Experte im Beitrag:

Prof. Hermann F. Sailer
Gesichts-, Kiefer- und Oralchirurg
http://www.sailerclinic.com/

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